Tenuta di Montegiove, 05010 Montegabbione (TR), Umbria, ITALIA. GESCHICHTE DES SCHLOSSES VON MONTEGIOVE |
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CASTLE
OF MONTEGIOVE Country house Extra virgin olive oil DOC Red wine History of the Castle Guided tours of the castle CASTELLO DI MONTEGIOVE MONTEGIOVE SLOT SCHLOSS MONTEGIOVE CHÂTEAU MONTEGIOVE |
Das Schloss von Montegiove erhebt sich über einen Hügel angrenzend an die ehemaligen Gebiete Perugias und Orvietos. Es verdankt seinen Namen der Existenz eines an Jupiter geweihten römischen Tempels "Jupiter elicius", nachgewiesen durch die Entdeckung einer Votivtafel aus Terracotta mit der Abbildung der zwei Köpfe der Gottheit. Im Mittelalter war Montegiove eines von 32 Dörfern die zu Orvieto gehörten. Die Konstruktion des Schlosses erfolgte zwischen 1278 und 1292 durch die Familie Bulgarelli, Grafen von Parrano und Marsciano, abstammend von einem Bulgarelli (gestorben 1118) aus Orvieto.Erste genaue Aufzeichnungen beginnen im Jahr 1282 mit einem Dokument auf dem, Nerio, Sohn Bulgaruccios von Bulgarelli, um Erlaubnis beim Bischof von Orvieto bittet, ein Oratorium auf den Gütern von Montegiove "nahe dem Schloss" zu errichten. Daraus lässt sich folgern das das Schloss zu dieser Zeit schon bestand. Die ursprüngliche Form des Schlosses lässt sich leicht rekonstruieren. Sie bestand aus einer ovalen Ringmauer die einen niedrigen Turm am Eingang miteinschloss, mit einem Eingangstor, ausgerüstet mit einem Fallgitter das heute noch existiert. Der Turm überragt eine niedrige Arkade orivietischen Stils, noch heute zu besichtigen. Die Gebäude wurden direkt an der internen Ringmauer errichtet, auf dem Innenhof gab es einen weiteren hohen Turm, den "Campanile" und eine Zisterne. Das Katasterregister von Orvieto aus dem Jahre 1363 verzeichnet alle Besitztümer und Ländereien die die Bulgarellis in Montegiove und Umgebung besaßen. Die Grafen von Bulgari oder Bulgarelli, eine gräfliche Familie aus der Lombardei, verteilten sich auf die Zweige Parrano, Montegiove und Marsciano wovon die ersten beiden recht bald ausstarben. Es war die heilige Angelina, verwitwete Gräfin von Montegiove, die das erste Kloster in Foligno zu Ehren von Santa Anna gründete.Für das selbe Kloster beauftrage Sigismondo di Astorello, Graf von Foligno, im Jahre 1505 Rafael mit der "Madonna von Folignio",um es seiner Nichte, die als Nonne in dem Kloster lebte, zu schenken . Das Wappen der Bulgaris von Montegiove mit den drei Lilien überragt vom kaiserlichen Adler, datiert auf das Jahr1387, ist noch heute auf dem ursprünglichen Tor des Schlosses zu sehen. Durch Verbindung der weiblichen Linie gehört Montegiove nun zu den Monaldeschis della Vipera, einer Familie die schon zu Zeiten Dantes bekannt war für die guelfischen Kämpfe gegen die Filipper; und im Vers VII des Purgatoriums erinnert Dante:"viene a vedere Montecchi e Cappeletti, Monaldi e Filippeschi, o uom senza cura". Im vierzehnten Jahrhundert entfesselten Söldnertruppen und ihre Kondottiere Schlachten und Kämpfe auf der ganzen Halbinsel. Auch Montegiove wurde in diese Kämpfe miteinbezogen, war es doch Ziel ständiger Kämpfe zwischen den bekanntesten Kondottieren wie Attendolo Sforza, Fortebraccio, Baccarin dalla Leonessa und Gattamelata. Gattamelatas Witwe bewahrte das Eigentum mit Intelligenz und Weitblick und ließ zwischen 1455 und 1466, nach der Zerstörungn durch Angriffe und Überfälle, wichtige Umbauarbeiten und notwendige Arbeiten zur Wiederhertellung ausführen. Durch die Entdeckung des Schießpulvers wurden weitere beträchtliche Veränderungen an der ursprünglichen Struktur des Schlosses vorgenommen. Vor dem ursprünglichen Tor wurde ein weiteres errichtet das durch eine Zugbrücke geschützt wurde. Desweiteren wurde ein runder Turm und ein quadratischer errichtet die aus der historischen Mauer herausragen um der Befeuerung standzuhalten. Außerdem wurde der gesamte äußere Teil erneuert, die Ringmauer auf einen "orvietanischen Fuß" verdickt (=34cm). Eine zweite Ringmauer mit Zugbrücke und Tor wurde errichtet, in der man in einem Stein die Gravierung eines Flechtwerkes erkennt das sich im Wappen der Gattamelatas wiederfindet.Um das Gedenken ihres Mannes zu ehren, beauftragte Giacoma den berümten Bildhauer Donatello zur Schaffung einer Reiterstatur. Heute steht diese Statur in Padua und ist das erste Denkmal eines Mannes nicht königlichen Geblüts. Durch die Brücke hindurch die zum Hof hinein führt, kommt man zum ursprünglichen Eingangstor des Schlosses das überragt wird vom Wappen der Grafen von Montegiove. Aber ein anderes Flechtwerk eingraviert auf einem Kaminsturz im Salon im ersten Stock im neueren Teil des Gebäudes bezeugt auch die Herrschaft der Gattamelatas und bescheinigt die verschiedenen Phasen der Konstruktion des Schlosses. Die Witwe Gattamelatas vermacht per Testament alle ihre Besitztümer ihrer Tochter Todeschina, die im Jahre 1460 Antonio von Ranuccio Graf von Marsciano heiratet, somit fällt das Schloss Montegiove durch die weibliche Linie wieder an die ursprünglichen Inhaberfamilie zurück. Todeschina und Antonio hatten 11 Kinder von denen 9 noch minderjährig beim Tod des Vaters waren. Aber im Jahr 1505 begannen die Erbstreitigkeiten zwischen den Geschwistern um den beträchtlichen Besitz. Bernardino überlebte seine Brüder und Schwestern und seine zwei Söhne Ranuccio und Alessandro teilten sich das Schloss Montegiove (der Turm und die Zisterne blieben ungeteilt). Ranuccio ließ, die durch schwere Erdbeben beschädigten Mauern wieder herstellen, führte aber auch zahlreiche Umbauten durch um die Wohnbereiche den zeitgenössischen Erfodernissen anzupassen. Nach Beendigung der Kämpfe und der Aussöhnung mit den Herren der angrenzenden Gebiete; und nach dem Sturz Carlos dem VIII, verloren rein defensive Schlösser an Wert und so wurden sie in Villen mit den Bequemlichkeiten eines Stadtpalastes umgewandelt. Parallel zur Schutzmauer wurden neue Ringmauern gebaut um den Raum zu vergrößern der für Gärten und Höfe gebraucht wurde. Die Wiederherstellung führte auch zur Verschönerung der inneren Säle, des gemalten Dekors und der grandiosen Kamine. Das Datum 1562 ist auf zwei Eisenringen, an denen Pferde angebunden wurden, noch heute sichtbar eingraviert. Der andere Sohn Bernadinos, Alessandro erbte bei der Aufteilung zwischen den beiden Brüdern (erfolgt am 2.Januar 1500) die andere Hälfte Montegioves und wieder durch Töchter und Heirat geht das Schloss an verschiedenen Besitzer wie an die Attis und Aviamonzis. Im Jahr 1780 wurde Angelo Misciatelli die Erbpacht an allen Ländereien von Mons.G.Varese degli Atti bewilligt. Die Familie Misciatelli besaß bereits umgebendes Land und vereinigte das alte Lehen mit dem Eigentum des Schlosses. Nach einer Phase in der Teile des Schlosses für landwirtschaftliche Zwecken umgewandelt und zerstört wurde, begann der Marquis Lorenzo Misciatelli am Ende des 19.Jahrhunderts mit der Restaurierung des Schlosses und der Umwandlung in einen Landwohnsitz. |
Quellen:
Verbindung zu
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